Heilmitteltherapien wie Ergotherapie, Logopädie oder Physiotherapie gehören heute zum pädiatrischen Alltag und sind aus der kinderärztlichen Versorgung kaum noch wegzudenken. Sie sind im Kindesalter weit verbreitet und in den letzten Jahren weiter angestiegen: Daten aus der bundesweiten Kinder- und Jugendgesundheitsstudie KiGGS Welle 2 zeigen, dass innerhalb eines Jahres in Deutschland 9,6 Prozent der Kinder und Jugendlichen Physiotherapie, 6,1 Prozent Logopädie und 4,0 Prozent Ergotherapie in Anspruch nehmen.
Für die Risikoprüfung stellt sich die Frage, welche dieser Maßnahmen lediglich unterstützende Entwicklungsförderung darstellen und welche als frühe Hinweise auf relevante Entwicklungsstörungen oder langfristige funktionelle Einschränkungen zu werten sind. Lesen Sie, wie Kinderärzte Therapiebedarf festlegen, welche Verordnungen im klinischen Alltag üblich sind und welche Konstellationen eine erhöhte Aufmerksamkeit in der Risikoprüfung erfordern.
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